Rückblick: Besuch in die Laborschule Bielefeld

Eingang zur Laborschule Bielefeld

Am 28. Juni 2013 reiste eine Gruppe von Thüringer Lehrerinnen und Lehrer zusammen nach Bielefeld, um sich einmal selbst von dem experimentellen Charakter der bekannten Laborschule zu überzeugen. Die staatliche Versuchsschule des Landes Nordrhein-Westfalen wurde zusammen mit dem benachbarten Oberstufen-Kolleg im Jahre 1974 nach den Vorstellungen und unter der Leitung des Pädagogen Hartmut von Hentig gegründet.

 

Am Offenen Besuchertag der Ganztagsschule nahm sich auch die Schulleiterin Prof. Dr. Susanne Thurn gerne Zeit, um den neugierigen Gästen die besonderen Formen des Lehrens und Lernens und des Zusammenlebens in der Schule vorzustellen. Beispiele für die experimentelle Ausgestaltung der Schule ist der Schulbeginn um 08:30 Uhr, die Jahrgangsstufen 0 bis 10 und die späte Notengebung, die erst mit der 9. Klasse einsetzt.

 

Darüber hinaus ist einzigartig, dass sich die Laborschule in zwei rechtlich selbstständige, aber eng miteinander kooperierende Einrichtungen aufgliedert: erstens die Laborschule als Versuchsschule (im Geschäftsbereich des Kultusministeriums), wo praxisorientierte Forschung in Kooperation zwischen Lehrern und Wissenschaftlern betrieben wird. Zweitens arbeitet die Universität Bielefeld eng mit der Schule zusammen und zwar im Rahmen der Wissenschaftlichen Einrichtung Laborschule, um auf diesem Wege in Kooperation mit der Erziehungswissenschaft dem Erprobungs- und Versuchsauftrag mit der Erziehungswissenschaft nachzukommen.

 

Nach dem Vortrag wurde die Gruppe, wie die vielen anderen Besuchergruppen am Tag der offenen Tür, von netten und souveränen Schülerinnen und Schüler durch die Schule geführt. Die Schulbesichtigung durch das durch architektonische Offenheit geprägte Schulgebäude inspirierte unsere Thüringer Lehrergruppe in hohem Maße: Es sei spannend gewesen, eine Schule kennenzulernen, die die Lernlust bis zur 10. Klasse erhalten könne, so eine Teilnehmerin. Eine andere resümierte: „Es war sehr schön und es hat mich in meinen Bestrebungen zur Schulentwicklung bestärkt.“

 

Die vielfältigen Anregungen und die ideengebenden und motivierenden Einblicke in die Laborschule Bielefeld werden die Teilnehmenden mit in ihre Thüringer Ganztagsschulen für die weitere Entwicklungen tragen : „Es war super. Ich habe neue Einblicke in eine alternative Schulform erhalten, die die Zukunft in der Bildungslandschaft darstellen wird.“

 

Das Team der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Thüringen bedankt sich bei den wissensdurstigen Teilnehmenden! Wir freuen uns über den rundum gelungenen Tag!

 

Zur Homepage der Laborschule Bielefeld: http://www.uni-bielefeld.de/LS/laborschule_neu/

 

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