Inklusion/Gemeinsamer Unterricht

Schulinterne Fortbildung (Abrufangebot)

 

„Inklusiv Denken bedeutet, bis an die Wurzeln unseres Denkens, unserer Gestaltung von Bildung und unserer Weltkonstruktion nach Elementen zu graben, die es uns ermöglichen, zu einer Überwindung der defizitären Sichtweise von Menschen zu finden.“ (Dreher 1998)

 

Die Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts rüttelt an den ‚Grundfesten‘ schulischer Strukturen, Bildungsziele und Arbeitsweisen. Sie fordert Lehrkräfte, Schulleitungen und andere pädagogische Fachkräfte in der Gestaltung von Schule und Unterricht auf ganz vielfältige und oftmals bis dato unbekannte Weise. Und sie erfordert ein fundamentales Neudenken auf allen Ebenen von Schule. Doch die Mühe lohnt!

 

Von gelingender Inklusion profitieren alle Beteiligten: durch individuelle Förderung, ein angenehmes Lern- und Arbeitsklima und die gemeinsame Gestaltung des Schullebens. Die Frage ist: Wie kann die inklusive Gestaltung des Unterrichts- und Schullebens gelingen?

 

Ganztagsschulen haben dank ihres breites Bildungsangebots und eines Mehr an Zeit zur Gestaltung gemeinsamen Lernens ein besonderes Potenzial, die hohen Ansprüche der Idee inklusiver Bildung einzulösen. Der Weg dorthin ist zeit- und energieaufwendig und mit Sicherheit nicht immer einfach. Er benötigt Wissen, Begleitung und Unterstützung von außen, um die Bedürfnisse der Menschen im Prozess wahrzunehmen, die verschiedenen Ebenen der Veränderung aufeinander abzustimmen und dem komplexen Gebäude schulischer Organisation gerecht zu werden.Die Schule selbst wird dabei zur lernenden Institution im Sinne eines modernen Bildungsverständnisses.

 

Die Serviceagentur „Ganztägig Lernen“ Thüringen bietet schulinterne Fortbildungen und Prozessbegleitung zur Verbesserung des Gemeinsamen Unterrichts an:

 

In (Tandem)-Fortbildungen für das pädagogische Personal werden Sachwissen und Handlungsroutinen für den Unterricht in heterogenen Lerngruppen vermittelt und im konkreten Arbeitsumfeld eingeübt.

 

Die Umsetzung der neu erworbenen pädagogischen Handlungskompetenz wird durch einen parallelen und partizipativ gestalteten Schulentwicklungsprozess ermöglicht. Wir begleiten die Schule bei der Umstrukturierung der Lernumgebungen, bei der Zeitorganisation und der Gestaltung neuer Lehr-Lernbeziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts. Dazu gehören auch die Verbesserung der multiprofessionellen Zusammenarbeit, die Förderung der Kommunikationsstrukturen der Schule und die Kooperation mit externen Partnern.

 


Ansprechpartnerin:
Johanna Sprengel
Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Thüringen
c/o Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Regionalstelle Thüringen
Tel.: 03641/7736263 oder E-Mail: johanna.sprengel@dkjs.de